Donnerstag, 30. Dezember 2010

Im Interview mit Ursula Dittmer



Ich habe Ursula Dittmer als liebenswerte und äußerst talentierte Autorin kennengelernt. Hier ihr Lebenslauf und ein höchst interessantes Interview mit der Drachenautorin:

Ursula Dittmer
ist verheiratet und lebt in Würzburg.
Sie studierte Sozialpädagogik war lange Jahre in der sozialen Arbeit tätig, bevor sie sich 1987 selbstständig machte. Sie arbeitete u.a. als freie Fortbildungsreferentin, gründete ein Unternehmen und ein Fortbildungsinstitut, in dem sie auch Erzähl- und Theaterkurse anbietet.
Das Schreiben von Geschichten und Gedichten begleitet sie seit ihrer Schulzeit. Sie schrieb und inszenierte zwei märchenhafte Theaterstücke, die sie als Schattenspiele auf die Bühne brachte.

Der Fasanthiola-Zyklus ist ihre erste Romanveröffentlichung für Erwachsene.
 

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe bereits als Kind gerne Geschichten geschrieben und an Weihnachten an Verwandte verschenkt. Mein erstes Autorenhonorar bekam ich mit 10 Jahren für ein Sommergedichtchen in der Lokalzeitung. Später, am Gymnasium arbeitete ich aktiv bei der Schülerzeitung mit und schrieb auch hier Geschichten. In der sehnsuchtsvollen Pubertätszeit strömten Geschichten und Gedichte nur so aus mir heraus. Ich habe hunderte angefangener Geschichten aus dieser Zeit in einem Ordner ... mal sehen, vielleicht wird aus der einen oder anderen Idee eines Tages ein größeres Projekt.
Mein Romanzyklus „Fasanthiola“ entstand aus einer Spielerei mit Freunden ... einer schrieb einen Anfang, speicherte ihn - damals noch - auf zwei Disketten und gab sie an den Dritten im Bunde und mich weiter. So entstanden aus einer Idee zwei unterschiedliche Ansätze ... den einen habe ich weiterentwickelt und über 10 Jahre lang daran geschrieben. Mein Ehrgeiz war, die Geschichte komplett fertiggestellt zu haben, bevor ich überhaupt an eine Veröffentlichung denken konnte.

Ist Fantasy dein Hauptgenre oder planst du später auch Bücher aus anderen Gebieten?

Ich denke, wer schreiben kann, dem fällt es nicht schwer, in alle Richtungen offen zu sein. Ich habe es zwar nie ausprobiert, aber ich könnte sogar einen schnulzigen Heimatroman schreiben. Wenn ich dazu eine Idee, einen Anfang hätte, könnte ich mich hinsetzen und ihn schreiben ... Spaß beiseite! Ich habe keine Ambitionen in diese Richtung und im Augenblick genug damit zu tun, den vierten und den fünften Fasanthiola-Band auf die Reihe zu kriegen.
Also muss ich mich erst in etwa zwei Jahren entscheiden, in welche Richtung ich gehen will. Günstigerweise entscheidet die Leserschaft darüber. Im Augenblick habe ich den Eindruck, als deutsche Fantasyautorin ohne „großen“ Namen habe ich es schwer, mich mit meinen Büchern auf dem Markt zu behaupten. Nun, da ich den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt habe, möchte ich meine Werke natürlich auch verkaufen. Zumal ich mich für Books on Demand als Verlag entschieden habe, um sie selbst vermarkten zu können.
Es wäre spannend für mich, einen zweiten Versuch in einem anderen Genre zu starten. Sollte ich aber wirklich eine größere Leserschaft erreichen, hätte ich nichts dagegen mit dem Stempel auf der Stirn „das ist doch die Fantasyautorin“ weiterzuschreiben. Ich recherchiere bereits seit Jahren für ein zweites Epos ...

Greifst du deine Figuren aus dem Leben oder erfindest du sie?

Einige meiner Protagonisten ähnelten Leuten, die ich kenne oder kannte. Doch das war nur ganz am Anfang so. Jeder meiner Charakter entwickelt sehr schnell ein Eigenleben, gegen das ich nicht anschreiben kann. Sie wollen nicht sein wie jemand, den es bereits gibt. Also überlege ich in einer bestimmten Situation nicht: Wie hätte sich denn XY verhalten, sondern ich entwickele das Handeln oder die Gedanken meines Protagonisten so, dass es für ihn und seine Umgebung passt. Eine neue Geschichte beginne ich zum Beispiel so: „Feri wanderte ein Stück die Landstraße entlang, und entschied sich erst nach einer Stunde Wegzeit und der dritten Kreuzung, welche Richtung er beibehalten wollte.“ Dann - oder zehn Absätze später halte ich inne und beginne, diesen Feri, der da neu in mein Leben getreten ist, näher kennenzulernen. Oft weiß ich zu diesem Zeitpunkt weder, wie er ausschaut, noch, was ihn denn auf die Landstraße getrieben hat. Das ergibt sich erst beim Weiterschreiben durch das, was oder wer ihm begegnet. Ich kann und will mich nicht mit einem storyboard herumquälen. Die endgültige Form erhält eine Figur dann in der Überarbeitung. Während des Schreibens führe ich den Charakter aber bereits in einer Excel-Tabelle. Alles, was ihn charakterisiert, wird darin vermerkt. Damit es später keine Unstimmigkeiten gibt.Es ärgert mich als Leserin sehr, wenn ein Autor da unsauber arbeitet und einen Protagonisten erst blond und schlank, später aber braunhaarig mit Bäuchlein darstellt.

Warum greifen deine ersten Bücher ausgerechnet die Fantasyfiguren „Drachen“ auf?

Wie ich bereits oben erwähnte, entstand der Fasanthiola-Zyklus aus einem Spiel, das ich mit zwei Freunden spielte. Irgendwer brachte den jungen Drachen Herkon und die weise weiße Drachin Rufath ins Spiel ... die ersten Wesen, denen Alexander Breskow in Fasanthiola begegnet.
Wahrscheinlich waren die Drachen der Grund, wieso mir diese Version der beiden Geschichten besser gefiel, als die andere. Es ging mir nicht um Drachen im Allgemeinen, sondern um diese Art von Drachen. Denkende, intelligente Wesen mit einer eigenen Philosophie und Lebensart, die nicht dazu da sind, dem Menschen zu dienen oder hilfreich zur Seite zu stehen. In Anne McCaffreys „Drachenreiter von Pern“-Zyklus kommen z.B. solche Drachen vor. Das hat mir damals, als ich diese Bücher verschlungen habe, sehr gut gefallen.

Wer ist dein Lieblingsautor?

Es gibt nicht nur einen. Ich lese selbst fast ausschließlich Fantasy. Fantasyautoren sind in der Regel Vielschreiber/innen. Wenn neue Bücher von: Robin Hobb, Lynn Flewelling oder R.R. Martin herauskommen, dann scharre ich bereits mit den Hufen, bis sie endlich in der deutschen Übersetzung vorliegen ...

Wie heißt dein Lieblingsroman und warum gefällt er dir so gut?

Ich ersetze „Roman“ durch „Zyklus“. Denn in der Fantasy mag ich „jelängerjelieber“. Da stehen bei mir zwei Zyklen nebeneinander auf dem Thron: „Die Legende vom Weitseher“ von Robin Hobb und „Das Geheimnis der großen Schwerter“ von Tad Williams.

Was wäre dein größter Traum, was deine Schreiberei angeht?

Da muss ich nicht nachdenken: Erfolg mit meinen Büchern haben!

Wenn deine Romane verfilmt würden, welche Darsteller würdest du auswählen?

Ich lebe seit über 15 Jahren mit meinen Figuren. Ich habe so klare Bilder von ihnen im Kopf ... es fällt mir schwer, einen Vergleich mit einem lebenden Schauspieler zu treffen.

Gibt es ein Ziel, das du mit deinen Romanen erreichen willst?

Wenn ich es erreiche, dass meine Leser bereits mit den Hufen scharren, wenn sie hören, dass ich an einem neuen Projekt arbeite, bin ich zufrieden. Es sind zwar noch nicht viele, aber es gibt sie ... Da liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor mir.

Wieviel Zeit investierst du in deine Werke?

Zur Zeit sehr wenig. Mein letzter Roman kam im November 2010 heraus ... danach bin ich meist richtig ausgebrannt. Wenn mein Speicher wieder gefüllt ist, werde ich versuchen, den alten Rhythmus wiederzufinden: jeden Sonntag zwischen drei und fünf Stunden und Montags drei Stunden. Ab September täglich ein Soll von 3 Seiten, Sonntags 20. Egal, wieviel Zeit das braucht. 

Eure Sylvia





Mittwoch, 15. Dezember 2010

Miss Potter - DVD

Miss Potter

Inhalt

London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Beatrix Potter lebt immer noch in ihrem Elternhaus. Die leidenschaftliche Malerin und Autorin versucht schon seit langem, ihre Werke zu veröffentlichen, doch darüber hinaus vergisst sie zu leben. Sie hatte noch nie einen Freund, geschweige denn, dass sie eine Heirat in Aussicht hätte. Dies ändert sich allerdings, als der Verleger Norman Warne sich erst für ihre Bücher, dann für sie selbst interessiert. Er scheint die große Liebe für Beatrix zu sein, doch ihre vornehme Familie findet die Liaison leider nicht standesgemäß…

Darsteller:   Renee Zellweger
                  Ewan McGregor
                  Emily Watson

Meine Sicht der Dinge

Vielleicht sollte ich in diesem speziellen Fall erst einmal auf die Person der Beatrix Potter eingehen, die sicher vielen von Ihnen aus Kindertagen bekannt ist. Nun ja, wohl eher ihre liebevoll gestalteten Kinderbücher, die tierischen Gestalten daraus oder auch das Ballett, welches mit aufwendigen Kostümen inszeniert und auch im Fernsehen gezeigt wurde.
Beatrix Potter wurde in Kensington/London geboren. Sie hatte in ihrer Kindheit wenig Kontakt zu anderen Kindern, von ihrem sechs Jahre jüngeren Bruder Bertram abgesehen, der jedoch ebenfalls die meiste Zeit außer Haus in einem Internat verbrachte. Daher suchte sie sich tierische Freunde. Beatrix erstes Kaninchen war Benjamin Bouncer. Ihr zweites Kaninchen hieß Peter. Peter und Benjamin waren später auch die Namen ihrer ersten Bücher, in denen Kaninchen die Hauptfiguren waren: The Tale of Peter Rabbit (1902) und The Tale of Benjamin Bunny (1904). Sie beobachtete die Tiere stundenlang und zeichnete sie oft. 23 Bücher wurden veröffentlicht, auf ihren Wunsch hin alle im gleichen kleinen Format (10 auf 14 cm), damit auch Kinderhände sie halten konnten. Beatrix Potter schrieb bis ca. 1920, als ihre Augen schwächer wurden.
Mehr möchte ich über ihr Leben an dieser Stelle nicht verraten, denn sonst würde ich den gesamten Inhalt dieses wahrhaft bezaubernden Films ausplaudern. Aber so viel sei verraten: Der Film hält sich sehr genau an die Vorgabe ihres realen Lebens, geht liebevoll auf kleinste Details ein und versteht es in anrührender Weise, die damalige Lebensweise, im manchmal düsteren Victorianischen Zeitalter, dem Zuschauer zu vermitteln. Man versinkt für knappe 90 Minuten in einem Rausch aus Fantasie und zeitweise schmerzlicher Realität. Besonders hervorheben möchte ich die Drehweise, die niemals ins Absurde abdriftet und jederzeit, trotz des ruhigen Fortgangs der Story, den Zuschauer gebannt folgen lässt. Die Darsteller sind aufs Vorzüglichste ausgewählt worden und breiten von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur Freude. Zeitweise musste ich das eine oder andere Tränchen verdrücken, sei es aus Leid oder heller Begeisterung.
Diesen Film kann ich allen junggebliebenen und fantasiebegabten Menschen nur empfehlen und sei es nur, um wieder einmal an die wunderschönen Kindertage erinnert zu werden.

Eure
Sylvia

Geschichten von Beatrix Potter, mit ihren deutschen Titeln

Die Geschichte von Peter Hase
Die Geschichte von Herrn Schnappeschlau
Die Geschichte von Ribby und Herzogine
Die Geschichte von den beiden frechen Mäusen
Die Geschichte von Frau Tiggy-Wiggel
Die Geschichte vom armen Schneider
Die Geschichte von Schweinchen Softie
Die Geschichte von Mieze Mozzi
Die Geschichte von Jeremias Quaddel
Die Geschichte von Timmy Triptrap
Die Geschichte von den Flopsi-Häschen
Die Geschichte vom bösen, wilden Hasen
Die Geschichte von Jemima Pratschel-Watschel
Die Geschichte von Curry und Kappes
Die Geschichte vom kleinen Schweinchen Robinson
Die Geschichte von Thomasina Tittelmaus
Die Geschichte von Schweinchen Schwapp
Die Geschichte von Stoffel Kätzchen
Die Geschichte von Eichhörnchen Nusper
Die Geschichte von Feuchtel Fischer
Die Geschichte von Bernhard Schnauzbart
Die Geschichte von Benjamin Kaninchen
Die Geschichte von Hans Hausmaus

Dienstag, 14. Dezember 2010

Heute ein Interview mit Ursula Geier


Vita von Ursula Geier

Mit 14 Jahren habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben. Seitdem nahm die Schreiberei eine zentrale Rolle ein. So veröffentlichte ich im Laufe der Zeit Tiergeschichten in Zeitschriften, verfasste Kolumnen und engagierte mich im Ausland dafür, dass eine deutschsprachige Zeitung herausgebracht wurde. Jetzt im Alter von 70 Jahren habe ich endlich die Zeit, mich meinem größten Hobby, der Schreiberei, voll und ganz zu widmen. Meine Romane sind da! Und es werden noch mehr. Ihr könnt gespannt sein...


Wie bist du zum Schreiben gekommen?

In der Buchhandlung meiner Eltern habe ich schon als 14 jährige Kurzgeschichten geschrieben.

Welche Bedeutung hat das Schreiben für Dich?

Schwierigkeiten habe ich damit jeden Tag zu schreiben, ich schreibe wenn es aus mir rauskommt und dann Tag und Nacht bis das Buch oder die Geschichte fertig ist.

Mit welchen Schwierigkeiten hast Du als Autorin zu kämpfen?

Schwierigkeiten als Autor habe ich keine, nur manchmal habe ich zuviel im Kopf und muß alles ordnen, das macht mich dann nervös.

Liest Du selbst sehr viel und welche Literatur bevorzugst Du?

Ich lese sehr viel und alles quer Beet, Gedichte, Neue Autoren, Steven King etc.

Wer ist Dein Lieblingsautor und wie heißt Dein Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsbuch ist "Jenseits von Afrika"

Planst Du bereits ein neues Buch?

Schreibe an einem neuen Buch "etwas Kritisches" und etwas über Frauen

In welchen Intervallen schreibst Du?

Intervalle kann ich schwer bestimmen, es kommt einfach und dann schreibe ich bis ich fertig bin und total leer geschrieben.

Wie lange arbeitest Du in etwa an einem Buch?

Ich kann nicht sagen wie lange ich an einem Buch arbeite, aber das längste dauerte zwei Jahre, weil ich es immer wieder umgeschrieben habe.

Bist du nach der Veröffentlichung immer restlos zufrieden mit Deiner Arbeit?

Meist bin ich zufrieden mit meinen Büchern, aber dann finde ich doch wieder Sachen, die ich ändern möchte.

Wie reagieren die Leser auf Deine Werke?

Wie die Leser reagieren kann ich schlecht beurteilen, ich komme Lob und Tadel aber das ist normal, ich bin mit mir zufrieden.

Ein herzliches "Danke" an Ursula Geier für dieses Interview
Eure Sylvia

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Ein Gentleman und Schutzengel

Ein bezaubernder Moment

Heute durfte ich einen ganz besonderen Augenblick erleben und möchte ihn an Euch weitergeben. Ich weiß nicht, ob meine Worte es vermögen, diese hinreißende, kleine Begebenheit so zu schildern, dass Ihr nachempfinden könnt, was ich in diesem Moment fühlte, aber ich werde mir Mühe geben.

Es ist der 2. Dezember 2010. Seit Tagen hat es hier in München geschneit. Wir haben einen Wintereinbruch erlebt, wie es ihn schon seit Jahren nicht mehr gab. Sozusagen ein Wintermärchen, allerdings begleitet von den dazugehörigen Negativeffekten, wie Eisesglätte, Tiefsttemperaturen um die -10°, Matschtümpel und Schneeberge an den Straßenrändern.

Da stehe ich also nach der Arbeit am Straßenrand, einer breiten vierspurigen Straße und beobachte meine Umgebung während ich auf den Bus warte, der sich wie gewohnt verspätet. Die Anzeigetafel spricht seit etwa fünf Minuten davon, dass der Bus in zwei Minuten kommt, doch irgendwie scheine ich ein anderes Zeitkontinuum mein Eigen zu nennen, als es mir die städtischen Verkehrswerke eintrichtern wollen. Doch irgendwie kann mich das heute nicht aus der Ruhe bringen.

Ein alter, hagerer Mann geht an mir vorbei. Ganz automatisch registriere ich sein Aussehen. Er geht noch erstaunlich aufrecht und zügig für sein fortgeschrittenes Alter. Seine Kleidung ist ordentlich, ja geradezu gepflegt. Die festen Winterschuhe trägt er zu einer schwarzen Anzughose, darüber einen ebenfalls schwarzen Halbmantel und einen eleganten Marineblaugold gemusterten Schal. Seinen Kopf bedeckt ein nobler schwarzer Stetson. Allein seine gediegene Aufmachung versetzte mich bereits in Erstaunen, denn wann sieht man ein derart gepflegtes und geschmackvolles Auftreten heutzutage noch? Überhaupt wirkte alles an ihm altmodisch elegant, sogar sein weißes Haar trug er der Mode der Jahrhundertwende um 1900 angepasst, in leichten Wellen, im Nacken etwas länger.

Sein schmales, markantes Gesicht strahlte eine in sich ruhende Gelassenheit aus, die er auch nicht verlor, als er die matschige Straße überquerte, als die Ampel endlich auf Grün umschlug. Ich weiß nicht warum, aber ich konnte meine Augen nicht von ihm abwenden. Daher entging mir auch die folgende bezaubernde Begebenheit nicht.

Auf der anderen Straßenseite stand eine ältere Dame. Ebenfalls geschmackvoll in beigefarbener Hose, sandfarbener Winterjacke, bestückt mit einem weinroten Halstuch und einem sandfarbenen Hut, an dessen Seite eine Seidenschleife prangte. Sie stützte sich auf einen Gehstock und blickte ein wenig hilflos auf den Schneehügel, der sich vor ihr auftürmte und den Fußgängerübergang blockierte. Ganz offensichtlich wagte sie es nicht, mit ihrem Stock bewaffnet und doch hilflos, dieses Hindernis zu überwinden.

Nun hätte man erwarten können, dass es wie in der heutigen, manchmal sehr gefühlskalten Welt üblich, dazu kommen würde, dass diese beiden Menschen einfach unbeachtet aneinander vorbeigehen würden. Doch zu meiner grenzenlosen Verblüffung, deutete der edle Retter eine leichte Verbeugung an, lüpfte den Hut für einen kurzen Moment und bot der hilflosen alten Dame dann seinen Arm, um ihr über das Hindernis hinweg zu helfen.

Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich in diesem bezaubernden Moment empfand?
Eure
Sylvia


Fröhliche Weihnachten


Weihnachtsstimmung

Es ist jedes Jahr das Gleiche. Mitte November habe ich noch das Gefühl, dass ich dieses Jahr gerne auf den ganzen Weihnachtstrubel verzichten würde. Geschenke kaufen, das dumme Schmücken, die nervige Weihnachtsmusik, das arbeitsintensive Plätzchenbacken und dazu die gesamte Verwandtschaft verköstigen, all das werde ich in diesem Jahr rigoros verweigern.

Doch mit jedem Tag der vergeht, fühle ich eine wachsende Begeisterung aufkommen. Zuerst weigere ich mich strikt in diesem Jahr wieder stundenlang Weihnachtsgebäck zu produzieren, ich gebe lautstark damit an, keinesfalls einen Baum zu kaufen und geschmückt wird auch nur ganz wenig. Pünktlich zum 1. Advent besitze ich dann seltsamerweise wenigsten ein paar geschmückte Tannenzweige, einige stimmungsvolle Teelichthalter werden in den Zimmern verteilt und, oh Wunder, in meiner Speisekammer stapeln sich Mehl, Zucker, Butter, Vanillezucker, gemahlene Nüsse usw. Ich frage mich dann immer: „Wie ist das ganze Zeug nur in meine Speisekammer gekommen und was soll ich damit anfangen?“ Aus reiner Gutmütigkeit und weil man Lebensmittel nicht unnötig verschwenden soll, werden dann halt doch ein paar Kilo Teig hergerichtet und um den nicht vergammeln zu lassen, mache ich mich dann mit Plätzchenausstechformen über den ganzen Teig her. Im Hintergrund spielt Weihnachtsmusik, die ich doch eigentlich in diesem Jahr auch nicht hören wollte. Nach stundenlanger Stille-Nacht-getränkter Backerei, gebe ich mehlbestäubt auf und falle in den nächsten Sessel, lege die Beine hoch und überlege: „Wo stellen wir dieses Jahr am Besten den Baum auf?“ In diesem Moment der Erkenntnis breitet sich dann ein sanftes Lächeln auf meinem Gesicht aus, denn irgendwie hat es der Zauber der Weihnacht wieder einmal geschafft mich für sich einzunehmen und von diesem Augenblick an wird fleißig geschmückt, bis jeder Raum nach Tannenzweigen und Gebäck duftet, die Kerzen ihren flackernden Schein verbreiten, die hübsch verpackten Geschenke unter dem feierlich herausgeputzten Baum liegen und die Verwandtschaft sich darum versammelt hat. Dann wird das Essen zu „Little Drumerboy“ aufgetragen, danach werden die Geschenke in trauter Runde verteilt und ein wenig Glühwein mit Naschwerk verzehrt.


Weihnachten, es muss Magie sein, die mich jedes Jahr aufs neue dazu antreibt dem Zauber dieses Festes zu verfallen.

Ich wünsche all meinen Lesern eine besinnliche Vorweihnachtszeit

Eure
Sylvia

Meredith Mitchell & Alan Markby-Reihe von Ann Granger


Mord ist aller Laster Anfang

Inhalt

Der verkrümmte Leichnam einer Siam-Katze und die des dazugehörigen Besitzers: Das ist Meredith Mitchells erster Eindruck von dem kleinen Städtchen Westerfield, wo sie eigentlich nur an der Hochzeit ihrer Nichte teilnehmen wollte. Nun aber wird sie in einen komplizierten Mordfall verwickelt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln - sehr zum Mißfallen von Inspektor Markby, der sich nicht nur beruflich für Meredith interessiert.

Meine Sicht der Dinge

Gleich zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Krimireihe, die aus insgesamt 15 Bänden besteht, eher um den klassischen englischen Krimi handelt, die Story also ruhiger als gewohnt daherkommt. Was ich persönlich nicht als Nachteil empfinde, denn es ist auch mal ganz schön nicht von irren Massenmördern verfolgt, sondern mehr von den häufig skurrilen Charakteren umschmeichelt zu werden. Dazu gehört auch, dass die Morde nicht unbedingt brutal daherkommen, sondern eher ausgefeilt und manchmal regelrecht nachdenklich. Blutorgien wird man in diesen Romanen vergebens suchen. Zum Glück!
Zugegeben, gerade in Band 1 kämpfte ich mit der weiblichen Hauptdarstellerin Meredith Mitchell und ihren, in meinen Augen, häufig seltsamen Ansichten und Vorgehensweisen, trotzdem fesselte mich der Fall und das Zusammenspiel der Darsteller. Mit Meredith wurde ich bis zum abschließenden Band Nr. 15 nie richtig warm, wahrscheinlich lag es einfach daran, dass sie mir charakterlich nicht zusagte, aber dieser Umstand verhinderte nicht, dass ich sämtliche Bände mit Begeisterung las und jeder Fall für sich äußerst interessant gestaltet war. Der Gegenpart von Meredith Mitchell, der äußerst angenehme Alan Markby führt gekonnt durch die Romane und löst unter Mitwirkung von Meredith früher oder später jeden Fall auf ganz eigene Weise.
Jetzt kommt noch eine Aussage, die wahrscheinlich einige Leseverrückte mit mir teilen, denn aufmerksam wurde ich auf die Reihe durch die wirklich herausragend gestalteten Covers. Jedes der 15 Covers ist für sich gesehen ein kleines Kunstwerk, beinhaltet tatsächliche Szenen aus dem jeweiligen Roman und macht richtig Lust darauf das Buch zu lesen. Häufig entdecke ich neue Romane über den Augenschmaus, den das jeweilige Cover für mich ausstrahlt.

Eure
Sylvia

Montag, 29. November 2010

Eine meiner Lieblingskrimireihen


Das Gesicht des Fremden - Anne Perry

Inhalt

Major Joscelin Grey, ein hochdekorierter Veteran aus dem Krimkrieg, wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Inspektor William Monk soll den brisanten Fall übernehmen. Doch er kämpft nicht nur mit dunklen Informanten, die ihn auf falsche Fährten locken, sondern auch mit den Folgen eines Kutschenunfalls. Einzig Krankenschwester Hester Latterly ist ihm eine verlässliche Hilfe in einer Welt, in der Freund und Feind kaum zu unterscheiden sind ...

Meine Sicht der Dinge

Es handelt sich bei diesem Roman, um den ersten der „William Monk-Reihe“ von Anne Perry. Daher als erstes, der nicht unwesentliche Tipp meinerseits, auf alle Fälle die Romane der Reihe nach zu lesen, denn es handelt sich um eine Romanreihe, die sich ständig weiterentwickelt und nur dann ihren wahren Reiz entfaltet, wenn man mit den Hauptdarstellern weiterlebt. Diese Kriminalfälle handeln in der viktorianischen Zeit und ziehen mit ihrem Flair, den Leser innerhalb kürzester Zeit, in eine für uns fremde, dafür umso aufregendere und geheimnisvolle Welt. Die beiden Hauptcharaktere William Monk, dem zweifelsohne eine düstere Anziehungskraft innewohnt und die manchmal reichlich sture, jedoch zielstrebige und liebenswerte Krankenschwester Hester Latterly bezaubern gerade durch ihre so gegensätzlichen Ansichten und Vorgehensweisen. Die Fälle selbst gestalten sich äußerst spannend und regen ständig zum mitdenken an. Häufig endet ein Buch mit einer Lösung, auf die man einfach nicht selbst gekommen wäre, die jedoch jederzeit nachvollziehbar ist und niemals an den Haaren herbeigezogen erscheint. Die Romane strotzen nur so vor faszinierenden Nebendarstellern, die man jedoch jederzeit gerne wiedersieht. Die Beschreibungen von Szenen, Eindrücken, Örtlichkeiten, lassen vor dem Auge des Lesers stets ein sehr klares Bild der Gegebenheiten erscheinen. Überhaupt empfand ich während des Lesens häufig das Gefühl eher einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen zu sehen, als wirklich noch die Buchstaben wahrzunehmen.

Eure
Sylvia

Geraldine McEwan als Miss Marple - DVD


Miss Marple-Edition

Darsteller:   Geraldine McEwan

Und viele andere aus Fernsehen und Kino bekannte Darsteller.

Inhalt

Den Inhalt zu beschreiben wäre an dieser Stelle müßig, denn es handelt sich, um die bekannten Fälle, der allseits beliebten Figur Miss Marple aus den Romanen von Agatha Christie. Ich möchte gleich an dieser Stelle anmerken, dass sich die Filme nicht detailgetreu an die Vorgaben der Bücher hält.

Meine Sicht der Dinge

Ich denke uns allen ist Margaret Rutherford in der Rolle der spleenigen Miss Marple noch deutlich in Erinnerung. Diese Miss Marple-Edition weicht von Margaret Rutherfords Darstellung der Romanfigur um Welten ab, ist meiner Meinung nach jedoch auf ihre ganz eigene Weise äußerst liebenswert und amüsant zu beobachten. Man sollte sich diese Edition jedoch nicht unter dem Aspekt anschaffen, eine ähnliche Verfilmung zu erhalten. Wenn man völlig unbefangen an Geraldines McEwans schauspielerisches Talent herangeht, dann wird man als Agatha Christie-Fan eine anziehend schrullige Umsetzung der Romane vorfinden, besetzt mit einer hervorragenden Schauspielerin in der Rolle der Miss Marple. Es gibt insgesamt drei Einzelboxen oder eine Complete-Collection mit insgesamt 1117 Minuten Umfang. Man hat also wahrlich eine ganze Weile etwas von diesem Vergnügen. Nun gibt es leider auch einen nicht zu übersehenden Nachteil an der Sache. Sämtliche Teile gibt es nur im englischen Originalton. Mich persönlich konnte dies nicht abschrecken und ich kann jedem Interessierten, der auch nur über grundlegende Englischkenntnisse verfügt versichern, dass er den Dialogen sehr gut zu folgen vermag. Besonders hervorheben möchte ich an diesen Filmen, die wirklich herrlichen Landschafts- und Architekturaufnahmen. Welcher Englandfan schwelgt nicht gerne in malerischen Cottages, sanften Hügeln und bezaubernden englischen Gärten. All dies findet man hier im Übermaß als Bonus zu den spannend umgesetzten Storys.

Eure 
Sylvia


Samstag, 27. November 2010

Meine Romane - Ein Überblick


Seele im Glashaus
 
Inhalt
 
Ist Chiara Frankenburger an mehreren Kunstdiebstählen direkt beteiligt gewesen? Drahtzieherin, oder unschuldig in Verdacht geraten? Diese Fragen stellt sich Chefinspektor Bancroft Wetherby ernsthaft? Und wer verfolgt die junge Frau? Zu ihrem eigenen Schutz nimmt er sie in Schutzhaft und verfrachtet sie kurzerhand nach Schottland. Unter den ungastlichen Fittichen seines Freundes Bartholomew MacLeod, hofft er ihren Widerstand, in Bezug auf eine weitreichende Aussage, brechen zu können. Das Zusammenleben mit ihrem abweisenden Gastgeber gestaltet sich Anfangs sehr schwierig. Doch anstatt den Fall schnellstmöglich zum Abschluss zu bringen, verschlechtert sich die Lage dramatisch. Chiara entgeht nur mit knapper Not mehreren Anschlägen auf ihr Leben...

Zur Erklärung

Bei diesem Buch dreht es sich um einen romantischen Krimi, dessen Hauptschwerpunkt auf den psychischen Aspekten der Hauptprotagonisten beruht. Es treffen recht eigensinnige und problematische Charaktere aufeinander, die im Lauf des Romans lernen müssen, dass nur das Miteinander sie weiterbringt. Auch die Erotik kommt in diesem Roman nicht zu kurz, was die Leser erfreuen dürfte, die nicht unbedingt den reinen Krimi bevorzugen.
Eine Leseprobe zu dem Roman findet Ihr auf meiner Website oder hier:





Maskerade des Todes 

Inhalt

Der Auftrag, den Diebstahl eines kostbaren Diamanten zu verhindern, zieht die erfahrene Detektivin Caitlin Napier alsbald in eine Welt voller Geheimnisse. Kann Ciaran MacLachlan tatsächlich den Tod fremder Menschen vorhersehen? Und wer ist der geheimnisvolle Hüter des Totenbuches? Warum werden mehrere Morde begangen und die Leichen mit Schriftzeichen versehen? Der Kampf gegen den Fluch des Buches vereint sich mit der Suche nach dem Massenmörder und gestaltet sich äußerst verwirrend. Wem kann Caitlin Napier noch trauen? 

Zur Erklärung

In diesem Fall handelt es sich um einen mystischen Krimi. Hier verschwimmt die reale Welt sehr leicht mit der mystischen Fiktion und offenbart dem Leser einen Einblick in die Welt hinter der gewohnten Denkweise. Alles beginnt wie ein gewöhnlicher Krimi, doch sehr schnell wird klar, wer den Tod vorhersehen kann, ist kein gewöhnlicher Mensch und birgt weitaus mehr Geheimnisse, als ihm selbst lieb sein kann. Es kämpft nicht nur der männliche Hauptcharakter mit der ungeliebten Fähigkeit, nein auch all seine Freunde und Verbündeten können dem Fluch nicht entgehen.



 

Tod unter der Mönchsweide

Inhalt

Ein Mord erschüttert den Ort Monks Willow. Die Sage um den rätselhaften Mönch, auf dessen Existenz und tragisches Ende sich die Entstehung des Ortes gründet, scheint nicht unerheblich an den heutigen Geschehnissen beteiligt zu sein. Denn lange nach seinem mysteriösen Tod, wandelt der Mönch des Nachts erneut durch den Ort, bringt Tod und Unheil über Monks Willow und seine Einwohner. Nathaniel, der Earl of Montague entschließt sich dazu, die Ermittlungen in die eigenen Hände zu nehmen. Gemeinsam mit seinen Freunden und der absonderlichen Angestellten Selina Imrie gerät er in einen Strudel gefährlicher Geschehnisse.Dies ist der fünfte Roman der Autorin Sylvia Seyboth. Nach zwei Vampirromanen und zwei Krimis, handelt es sich bei "Tod unter der Mönchsweide" um einen skurrilen Krimi im Stil der alten englischen Krimis, die sich durch ihren schwarzen Humor auszeichnen. 


Zur Erklärung
 
Ein Projekt, das ich sehr lange vor mir hergeschoben habe. Ich wollte einen skurrilen Krimi erschaffen, der mit dem typisch englischen schwarzen Humor ausgestattet ist. Hierfür benötigte ich eine abwegige Story, oder besser gesagt, einen Fall, der nicht dem üblichen Krimi gleicht. Außerdem sollten absonderliche Charaktere entstehen, die trotz ihres manchmal seltsamen Verhaltens liebenswert und originel sein sollten. Entstanden ist ein Fall der die Stile von Edgar Wallace und G.K.Chesterton vereint. Wurde mir jedenfalls mehrfach gesagt. Ich glaube es jetzt einfach mal.
 

Ich wünsche allen meinen Lesern und zukünftigen Lesern viel Spaß an den Leseproben und vielleicht auch später einmal an den Büchern.

Eure Sylvia
  

 

Freitag, 26. November 2010

Sherlock Holmes - DVD


Sherlock Holmes

Darsteller:  Robert Downey jr.
                Jude Law
                Rachel McAdams

Regie:       Guy Ritchie

Meine Sicht der Dinge

Ich möchte vorausschicken, dass ich ein wahrer Sherlock Holmes Fan bin. Trotzdem kann ich mich nicht über die Abwandlungen zum klassischen Holmes-Thema beschweren. Tatsächlich könnte ich mir sogar sehr gut vorstellen, dass ein allseits interessierter Holmes sogar soweit geht Kampfsport selbst zu praktizieren, um einen echten Einblick hinter die Kulissen zu erhalten. Die Darstellung des Dr. Watson empfand ich sogar als erfrischend, da dieser endlich einmal mit einer gesunden Portion Hirn und Durchsetzungsvermögen gesegnet war. Die Ermittlungsmethoden erinnerten hingegen sehr an den gewohnten Sherlock. Überhaupt wirkte die Mischung aus neuen Ideen und Althergebrachten äußerst erfrischend. Die musikalische Untermalung war ein bunter Mix, der zur jeweiligen Szene extrem gut harmonierte. Besonders hervorheben möchte ich die Darsteller Robert Downey jr. und Jude Law, mit Letzterem konnte ich bisher nicht viel anfangen, doch in dieser Rolle glänzte er sogar in meinen Augen. Wohingegen Robert Downey jr. sich in dieser Rolle selbst übertroffen hat. Ich liebte es sein Mienenspiel zu verfolgen und wartete ständig auf eine neue Eingebung, die sich auf erstaunliche Weise in seinem Gesicht abzeichnete. Einfach herrlich.
Die Story stellt eine Mischung aus Mystik und erstaunlich bodenständiger Lösung dar, die ich jederzeit nachvollziehen konnte und äußerst unterhaltsam fand. Unterhaltsam möchte ich auch die Dialoge nennen. Ein faszinierender Wortwitz, der teilweise in erstaunlicher Geschwindigkeit auf den Zuschauer einprasselt.
Bisher konnte ich mit Filmen die unter der Regie von Guy Richie entstanden nicht viel anfangen, aber anscheinend ist in diesem Fall der Knoten, jedenfalls was meinen Geschmack betrifft, geplatzt. Ein zweiter Teil soll in Planung begriffen sein, ich freue mich schon darauf!

Eure
Sylvia

Mittwoch, 24. November 2010

Die Chemie des Todes - Simon Beckett - Krimi

Inhalt

David Hunter war einst Englands berühmtester Rechtsmediziner. Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter hat er London den Rücken gekehrt und sich in Manham, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen. Weder sein Arbeitgeber, der alte Dr. Maitland, noch die Dorfbewohner wissen etwas von seiner Vergangenheit. Drei Jahre sind seitdem vergangen, als von zwei Jungen die Leiche der ortsansässigen Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt wird. Die Ermordete wurde mit zwei angesteckten Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des örtlichen Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Die Verdächtigungen der Einheimischen richten sich zuallererst gegen David Hunter, den in ihren Augen immer noch Fremden ...

Meine Sicht der Dinge

Ich gestehe! Ich liebe Krimis in denen Knochenfieselei betrieben wird. Kathy Reichs gehört ebenso zu meinen Lieblingsautoren, wie Jefferson Bass. Und seit dem Erscheinen von “Chemie des Todes” eben auch Simon Beckett. Obwohl es dort nicht direkt um einen Anthropologen geht. Allein die Beschreibung des Autors, des Aufeinandertreffens David Hunters mit den Fliegen, herrje, ich kann seitdem keiner Fliege mehr unbefangen zuhören. “Chemie des Todes” ist der 1. Teil einer Reihe, die sich um den Rechtsmediziner David Hunter dreht und man sollte die Romane unbedingt in der korrekten Reihenfolge lesen, um nicht aus dem zeitlichen Terminus herausgerissen zu werden. Ich möchte gleich an dieser Stelle hinzufügen, dass ich persönlich das zweite Buch “Kalte Asche” am besten fand. Ich kann es nur damit begründen, dass sich der gesamte Roman auf der schottischen Insel Runa abspielt und somit einfach meine Vorliebe für den englischen, im besonderen schottischen Raum, voll trifft. Inhaltlich könnte ich keinem der inzwischen drei Romane den Vorzug geben. Sie sind alle faszinierend und spannend, so dass es dem Leser schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen, ehe nicht die letzte Seite umgeblättert wurde.

Eure
Sylvia

Kampf der Titanen - DVD

Darsteller:   Sam Worthington
                    Mads Mikkelsen
                    Ralph Fiennes
                    Liam Neeson
                    Gemma Arterton
                    Alexa Davalos

Regie:          Louis Leterrier

Inhalt

Im Kampf der Titanen geht es um die ultimative Macht: Männer kämpfen gegen Könige, Könige gegen Götter. Selbst die Götter führen Krieg gegeneinander - dadurch können sie die Welt vernichten. Perseus wurde als Gott geboren, ist aber als Mensch aufgewachsen. Ohnmächtig muss er miterleben, wie seine Familie dem Rachegott Hades, dem Herrn der Unterwelt, zum Opfer fällt. Weil er nun nichts ehr zu verlieren hat, erklärt Perseus sich zu dem tollkühnen Versuch bereit, Hades zu überwinden, bevor dieser den Götterkönig Zeus entmachtet und die Erde ins Höllenchaos stürzt, Dabei müssen sich Perseus und seine Krieger gegen infernalische Dämonen und fürchterliche Monster wehren. Eine Chance auf Erfolg haben sie nur, wenn Perseus seine göttliche Kraft akzeptiert, der Vorsehung trotzt und sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Meine Sicht der Dinge

102 Minuten voller Unterhaltung. Wer die griechische Sagenwelt schätzt, wird diesen Film mit Genuss ansehen. Wichtige Teile der griechischen Mythologie werden darin aufs Beste verarbeitet. Ich selbst bin über die gesamte Länge des Films restlos in die faszinierende Welt Perseus eingetaucht und fieberte mit ihm und seinen Mitstreitern. Liam Neeson verstand es in der Rolle des Zeus, wie gewohnt, zu beeindrucken. Ein überragender Mads Mikkelsen spielte sich nach und nach geradezu in mein Herz, obwohl seine Rolle anfangs wahrlich nicht dazu angetan war Sympathiepunkte zu sammeln. Ralph Fiennes stellte Hades dar, was mich allerdings teilweise beinahe ein wenig zu sehr an seine Verkörperung des Bösewichts in Harry Potter erinnerte. Was ein rein subjektiver Eindruck ist, denn trotz dessen passte er in die Rolle und machte es mir als Zuschauer sehr leicht, ihn zu hassen. Das Staraufgebot in diesem Film hat sich gelohnt, denn sogar kleinere Rollen wurden perfekt besetzt und steigerten den Reiz dieses wahrhaft guten Films. Über die Specialeffects muss man heutzutage eigentlich kein Wort mehr verlieren, ich tue es trotzdem, sie waren hervorragend. Zusammengefasst gibt es nur eine treffende Aussage für mich: Kaufen!

Eure
Sylvia

Montag, 22. November 2010

Meine Lieblingsgeschichte aus der Kindheit



Anne auf Green Gables

Inhalt

Was sollen die Cuthberts nur mit der quirligen Anne anstellen? Der lebenslustige Rotschopf stellt ihr sonst so beschauliches Leben ordentlich auf den Kopf. Dank ihres hitzigen Temperaments stolpert Anne von einer Katastrophe in die nächste! Aber zum Glück schafft sie es, auch die unmöglichsten Situationen irgendwie zu meistern ... Die turbulente Geschichte um das liebenswerte Waisenkind Anne, das auf der Farm Green Gables aufwächst, hat schon ganze Generationen begeistert! In der Fortsetzung sorgt Anne als Sechzehnjährige im Städtchen Avonlea für Aufregung. Enthält die Bände Anne auf Greengables und Anne in Avonlea.

Meine Sicht der Dinge

Meine Liebe zu Anne auf Green Gables begann durch die Verfilmung mit Megan Follows (Anne Shirley), Jonathan Grombie (Gilbert Blyth) und Richard Farnsworth (Matthew Cutbert). Als ich die Serie in den 80gern im Fernsehen sah, hielt mich nichts mehr. Bereits am Tag nach der Ausstrahlung des 1. Teils nervte ich meine Mutter so lange, bis sie sich mit mir auf den Weg in die nächste Buchhandlung machte und für mich das Buch von Lucy M. Montgomery bestellte. Ich weiß es noch wie heute, die Lieferzeit von beinahe einer Woche kostete mich den letzten Nerv. Ich hatte bereits den 2. Teil der Fernsehserie gesehen, bevor ich endlich das Buch in Händen hielt. Doch dann las ich es an einem einzigen Tag, quengelte von da an bis ich auch die anderen Bücher geschenkt bekam und genoß jedes Einzelne.
Bis heute blieb meine Liebe zu Anne auf Green Gables erhalten. Inzwischen besitze ich die Serie auf DVD, als Bücher aus meiner Kindheit und als CD-Serie. Die Hörbuchserie hält sich wortwörtlich an die Buchvorgabe und ist daher für mich besonders wertvoll.
Manch einer mag jetzt kritisieren, dass die Vorlage hoffnungslos veraltet ist. Ich halte dagegen, gerade dies macht den Charme der Story, der Personen und des Umfeldes aus. Die Dialoge entsprechen natürlich nicht immer der heutigen Zeit. Zum Glück! Hier wird noch mit Worte gespielt, mancher Dialog ist nicht nur blumig sondern geradezu blumenfeldartig.
Man taucht innerhalb kürzester Zeit in die Geschichte von Anne Shirley ein, verfolgt wie das kleine Waisenmädchen bei den Cutberts ankommt und dort ihren Platz findet. Allerdings macht nicht die scheinbar anrührige Geschichte den Charme der Story aus, sondern das Wesen der rothaarigen Anne selbst. Sie haßt ihre Haarfarbe, versinkt ständig in ihrer ganz eigenen Traumwelt und löst durch diese Träumereien so manch liebenswertes Chaos aus. Und dann ist da noch die wahrlich verzwickte Beziehung zu Gilbert Blyth, den liebenswerten Jungen, der den wahnwitzigen Fehler begeht Anne auf ihre Haarfarbe hin anzusprechen. „Karotte“, ein Wort das ihm eine lange Entzweiung mit der nachtragenden Anne einbringt.
Besonders schön an diesen Büchern ist die Verfolgung der Story bis ins Erwachsenenalter der Protagonisten, mit all den dazugehörigen Erfahrungen.
Ich kann diese Geschichte in jeder Fassung empfehlen, egal ob als DVD’s, Bücher oder auch CD’s. Jedes Kind ab etwa 10 Jahren wird Anne ebenso lieben wie ich, von den Erwachsenen ganz zu schweigen. Wenn eine Geschichte einen Menschen von seiner Kindheit über die Jugend bis hin ins Erwachsenenalter begleitet und die Anziehungskraft niemals nachläßt, dann muss die Geschichte einfach wunderbar sein. Und ich bin wahrlich nicht der einzige, erwachsene Anne-Fan.

Eure
Sylvia

Sonntag, 21. November 2010

Ein Krimi, wie ich ihn liebe

Die zweite Stimme: Ein Inspektor-Rutledge-Roman von Charles Todd

Meine Sicht der Dinge


Der Krieg und dessen Folgen in einem Krimi verarbeitet

Herrlich, grandios, hervorragend! Mir würden noch sehr viel mehr Attribute zu diesem Erstlingswerk von Charles Todd einfallen. Eigentlich ist es nur ein Rätsel warum ausgerechnet der erste Band dieser Reihe (und man sollte die Bücher unbedingt der Reihe nach lesen), der eigentlich schon 1973 geschrieben wurde und kurz darauf in England auf den Markt kam, bei uns erst in den `90 gern Beachtung fand. Deutschland und dessen Verlage scheinen nicht reif für hochwertige Allerweltsliteratur.
Zum Roman: Ian Rutledge ist einer der wohl einprägsamsten Antihelden der Belletristik im Bereich Kriminalroman. Bereits nach dem ersten Buch will man unweigerlich mehr von ihm erfahren, seine Geschichte noch besser kennenlernen und dabei seiner manchmal doch sehr abstrusen Ermittlungsform folgen. Hinzu kommt sein unsichtbarer Begleiter Hamish, und der hat es in sich. Die Darstellung der von den Wirren des ersten Weltkrieges geschaffenen, unerwünschten Begleitperson ist vortrefflich und immer wieder überraschend. Überhaupt versteht es Charles Todd in genialer Weise sowohl Menschen, wie auch Landschaften darzustellen und dem Leser vor Augen zu führen. Hinzu kommt ein absolut nachvollziehbarer Handlungsstrang der zu keinem Zeitpunkt verworren oder zusammengestöpselt erscheint. Und je weiter man in die Reihe der Rutledge-Romane eindringt desto präziser werden die Hauptcharaktere vorgeführt und faszinieren noch mehr.
 Obwohl ich zuerst ein wenig skeptisch war als ich las der Roman handele in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, also um 1919 und erwartete von Kriegsberichten erschlagen zu werden, wurde ich eines besseren belehrt. Hier wird der Krieg in kurzen Impressionen aufgezeigt, wird niemals lästig oder überladen ausgeschmückt. Ganz im Gegenteil, das Grauen kommt dem Leser nahe, beeindruckt durch dessen Folgen und trotzdem bleibt der Roman ein Krimi im besten Sinn.

Eure
Sylvia

Mein absoluter Lieblingsroman

Das Phantom - Die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte des „Phantom der Oper“ von Susan Kay

Meine Sicht der Dinge

Susan Kay ist zweifelsohne ein Meisterwerk gelungen. Endlich erfahren wir, was der bedauernswerte, von der Bestie Mensch verkannte Erik in seinem abenteuerlichen Leben erdulden musste.
Eine der erschreckenden Szenen ist wohl ohne Zweifel gleich zu Beginn des Buches zu finden. Eine Mutter verweigert ihrem fünfjährigen Sohn, den einzigen Wunsch zu seinem ersten wirklich gefeierten Geburtstag. Zwei Küsse! Mehr wünscht Erik nicht, doch das Ergebnis ist schockierend. Wie kann eine Mutter derart handeln?
Mit Tränen in den Augen taucht man in die emotionsgeladene Welt eines verkannten Genies ein und verspürt wiederholt das Verlangen, an diesem liebenswerten Wesen gutzumachen, was andere verbrochen haben. Hier wird endlich einmal nicht nur das Monster, der Mörder dargestellt, sondern der Mensch, der zu dem gemacht wurde, was er am Ende war. Ein hasserfüllter Mann ohne Chance auf das einzige, was er wirklich ersehnte: Geborgenheit!
Es erscheint im ersten Moment völlig unverständlich, wie man einen charismatischen Mann wie Erik, kaum dass man seines Gesichtes ansichtig wird, verabscheuen und fürchten kann. Doch bei genauerer Betrachtung müssen sich die Allermeisten von uns eingestehen, dass sie ganz tief in ihrem Innersten die Vorstellung zu einem solch verunstalteten Wesen tiefere Gefühle zu hegen verweigern würden. Es ist eben nicht nur eine Narbe, oder wie in diversen Verfilmungen dargestellt, eine kleinere Verunstaltung einer Gesichtshälfte. Geht man von der Beschreibung Lerauxs aus, ähnelt der gesamte Kopf, vor allem aber das Gesicht eher einem Totenschädel der von Haut überspannt wird, die an altes Wachs erinnert. „Abstoßend!", mag da manch einer ausrufen. Doch je länger ich mich mit dem Thema „Phantom der Oper" beschäftige, desto mehr gewinne ich den Eindruck, dass Erik ein Mann gewesen sein muss, der als einziges Manko ein hässliches Gesicht von Mutter Natur erhalten hat. Wäre er nicht auch einfach zu perfekt, grandios und vereinnahmend, wenn er nicht wenigstens dieses Minus bei seiner Geburt mitgekommen hätte. Seine Stimme überragend, seine Bewegungen an Eleganz kaum zu überbieten, Kraft im Übermaß, Intelligenz die einem Genie zur Ehre gereicht. Nun noch ein schönes, männliches Gesicht und der perfekte Mann wäre erschaffen. Wie langweilig!
Und genau das spiegelt Susan Keys Buch wieder. Er ist einerseits nur ein Mensch und andererseits eben doch ein Phantom, das durch unsere Gehirne spukt, uns fasziniert und eben auch magisch anzuziehen versteht. Manchmal erscheint die Schilderung seines Lebens allzu „möglich" und man ist versucht seinen Spuren zu folgen und eine Rose auf sein Grab legen zu wollen. Als kleine Wiedergutmachung, für all die ungerechtfertigte Schmach, die er erdulden musste. Wäre er real!?
Für alle Erikfanatiker gibt es nur eine Empfehlung: Kauft dieses Buch und seht Euch danach die Kinoversion von Joel Schumacher an. Dann ist der Genuss perfekt, auch wenn Gerard Butler in der Rolle des Erik einfach zu gut aussehend rüberkommt. Der Reiz bleibt bestehen.

Eure 
Sylvia

Im Interview mit Walter-Jörg Langbein



Walter-Jörg Langbein, geboren am 16.08.1954 im oberfränkischen Michelau, studierte nach dem Abitur evangelische Theologie. 1979 wurde Langbein freiberuflicher Schriftsteller und hat seither 30 national und international erfolgreiche Sachbücher verfasst. Die renommierte »Dr.-A.-Hedri-Stiftung« zeichnete ihn 2000 mit dem »Preis für Exopsychologie« aus. Heute lebt er mit seiner Frau im lippischen Weserbergland.

Wie hat es bei Dir mit dem Schreiben angefangen?
Seit ich lesen kann, bin ich vom Schreiben fasziniert. Als Schüler (Volksschule) verfasste ich vermeintlich humorige Kurzgeschichten, die ich der Klasse vorlesen durfte. Mein inzwischen leider verstorbener Lehrer, Werner Müller aus Michelau in Oberfranken, förderte mich und ermutigte mich.
Als ich Karl May las, wollte ich die Welt bereisen und darüber schreiben. 1968 faszinierte mich Erich von Dänikens Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft«. Das Buch war der endgültige Auslöser. Ich wollte unter allen Umständen schreiben. Ich bin glücklich, weil ich meine Kindheitsträume erfüllen konnte... zu reisen und zu schreiben.
In welchen Intervallen schreibst Du?
Ich schreibe eigentlich immer. Mir begegnen ständig Themen, die mich faszinieren: auf Reisen und beim Stöbern in Fachliteratur.... Ich schreibe dann immer mehr oder minder kurze Texte, speichere sie ab. Diese Texte sind der Stoff, aus dem dann Bücher werden... oder auch nicht. Schreiben hilft mir, Klarheit zu finden... Ich bin ein Suchender und lasse meine Leserinnen und Leser an meinen Recherchen teilnehmen.
Wieso hast Du Dich dafür entschieden Sachbücher zu schreiben?
Ich habe viele Jahre sehr viel für Zeitungen und Magazine geschrieben, auch Fortsetzungsromane. Mich fasziniert die Realität. Sie ist meist spannender als die Fiktion. Ich ziehe es vor, über die phantastischen Seiten der Wirklichkeit zu schreiben. Mir fehlt die Geduld, eine fiktive Welt zu ersinnen.
Wenn man einen Roman schreiben will, muss man von Anfang an ein fertiges Konzept haben. Die Geschichte muss stehen, bevor man mit dem Schreiben anfängt. Mich fasziniert die Suche nach Antworten. Wenn ich mit der Recherche anfange, weiß ich oft.. meist.. nicht, wohin sie mich führen wird. Das macht für mich das Schreiben von Sachbüchern so spannend! Und deshalb habe ich mich für die Sparte Sachbuch entschieden.
Liest du selbst sehr viel und was bevorzugt?
Ich lese sehr viel. Einerseits informiere ich mich lesend. über die brennenden aktuellen Themen unserer Zeit. Andererseits entspanne ich beim Lesen....bei den Romanen von Karl May besonders. Ich schätze ihn sehr als sehr vielseitigen Autor, der weit mehr geschrieben hat als die bekannten Romane des Wildwest- und des Orient-Zyklus. Und ich lese sehr viel Fachliteratur, archäologische Werken ebenso wie theologische... zu »meinen« Themen.
Wer ist Dein Lieblingsautor und welches ist Dein Lieblingsbuch?
DEN Lieblingsautor habe ich nicht. Ich lese nach wie vor sehr gern Erich von Däniken. Sein »Erinnerungen an die Zukunft« ist mir ans Herz gewachsen. Ich habe Erich von Däniken sehr viel zu verdanken und bin stolz darauf, mit diesem großartigen Schriftsteller seit Jahrzehnten befreundet zu sein.
Nach welchem System gehst du beim Schreiben vor?
Erstens: Material sammeln, und zwar systemlos. Zweitens: Gesammeltes Material ordnen. Drittens: Ein Thema aufgreifen und zu diesem Thema Material ordnen.. und neues Material suchen. Oder: Ein neues Thema beginnt mich zu interessieren. Ich recherchiere, auch in meinen eigenen Unterlagen. Was habe ich zu diesem Thema gesammelt?
Wie lange arbeitest du in etwa an einem Buch?
Das ist sehr unterschiedlich. Ich habe Bücher veröffentlicht – etwa »Das Sakrileg und die heiligen Frauen«... an denen habe ich Jahrzehnte geschrieben, natürlich immer wieder mit Unterbrechungen. Mit gründlicher Recherche benötige ich mindestens ein Jahr für ein Buch.
Ich arbeite immer gleichzeitig an mehreren für ein Buch gearbeitet habe. Im Lauf der letzten dreißig.. vierzig Jahre habe ich viel Material gesammelt, teilweise auch in Büchern publiziert... und ich habe noch sehr viel unveröffentlichtes Material vorliegen. Auf meinen Reisen habe ich auch viel fotografiert.
Seit gut einem Jahr verarbeite ich meine Reisen, die ich zu Recherchezwecken unternommen habe, in meiner Blogserie »Monstermauern, Mumien und Mysterien«, die bei ein-buch-lesen erscheint... Sonntag für Sonntag. Im Moment schreibe ich an der 50. Folge.
Wie kommst du auf deine Themen?
Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit den großen Geheimnissen unserer Erde. Wie alt sind die Ur-Kulturen der Menschheit? Wie entstanden sie? Wie haben sich die Religionen der Völker entwickelt? Es gibt Themen, die haben mich schon immer interessiert, ja fasziniert. Ich suche nicht gezielt nach Themen... manchmal habe ich den Eindruck, dass die Themen mich suchen. Ich bin ein neugieriger Mensch, stelle gern Fragen und suche Antworten. So stoße ich immer wieder auf Themen. Ich schreibe nur über Themen, die mich wirklich selbst sehr interessieren. Neben dem Schreiben von Büchern fasziniert mich die Welt des Internet. Ich schreibe voller Begeisterung für ein-buch-lesen! Es müssen nicht immer Bücher sein....
9. Recherchierst du viel und auf welche Weise?
Die Recherche ist für mich kein notwendiges Übel, ich recherchiere sehr gern: Zunächst studiere ich sehr intensiv Fachliteratur... etwa theologische, archäologische, mythologische. Das ist wirklich ein weites Feld. Und dann reise ich zu den Orten, die spannende Informationen zu bieten haben, von Ägypten bis Vanuatu. Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender und Sammler von Informationen...
10. Wie reagieren die Leser auf Deine Werke?
Sehr unterschiedlich. Ich löse offenbar bei manchen Lesern vollkommene Ablehnung, bei manchen Lesern totale Begeisterung aus. Meine Bücher sind ja zum Teil provokativ, besonders meine religiösen Arbeiten, etwa »Das Sakrileg und die heiligen Frauen« oder
»Maria Magdalena/ Die Wahrheit über die Geliebte Jesu«. Im Lauf der Zeit hat aber die Zustimmung zugenommen. Ich erhalte immer mehr positive, ermutigende Resonanz. Ich bin dankbar für Lob, aber auch für fundierte Kritik.
Mein bislang letztes Buch »2012 – Endzeit und Neuanfang« löst immer noch eine starke Resonanz aus. Manchen Esoterikern ist es zu wenig esoterisch und zu realistisch. Andere meinen, ich würde Angst schüren, wenn ich auf drohende Gefahren hinweise. Und – zu meiner Freude – manche Leserinnen und Leser halten es für die vernünftigste Arbeit zum Thema 2012.
Ich freue mich über jede Resonanz...


Ein herzliches Danke an den wunderbaren Autor Walter-Jörg Langbein, dessen Bücher ich immer wieder gerne auf der Suche nach wissenswertem durchforste.

Eure
Sylvia